Sind Drucker-Toner gesundheitsschädlich?
In den letzten Jahren hat man immer wieder gehört, dass Laserdrucksysteme, die mit Tonern arbeiten schädlich sind und teilweise als krebserregend gelten. Der Streit um den Anteil der Feinstaubemissionen in der Büroluft tobt bereits seit Jahren und noch ist kein eindeutiges Ergebnis der Studien belegbar.
Gesundheitsgefährdende Technik
Mitarbeiter, die in der Nähe von Druckern sitzen und arbeiten, fühlen sich oft krank. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat festgestellt, dass nicht die Toner selbst dar Hauptverursacher der aufgewirbelten Feinstäube sind, sondern die Laserdrucker selbst. Beim Start des Druckers werden eine Menge Feinstaub, Ozon und flüchtige organische Verbindungen ausgestoßen und nicht direkt vom Toner. Laserdrucker und Kopierer die mit Toner betrieben werden und häufig genutzt werden, sollten daher in einem separaten Raum stehen, damit die Mitarbeiter geschützt sind.
Ultrafeine Partikel in der Luft
Neueste Studien des WKI Instituts sind der Ansicht, dass beim Drucken und Kopieren mit einem Laserdrucker und damit mit einem Toner nur ein unbedeutender Anteil an Feinstaub und Tonerpartikeln ausgestoßen wird. Vielmehr werden verdampfbare Produkte von diesen Druckern ausgestoßen. In diesem Forschungsprojekt, das über zwei Jahre dauerte, wurden 26 Geräte aller beteiligten Hersteller auf diese schädlichen Partikelemissionen hin untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass die von Laserdrucken ausgestoßenen ultrafeinen Partikel andere physikalische und chemische Eigenschaften haben als der gefährliche Feinstaub, der im Straßenverkehr oder Zigarettenrauch vorkommt. Anorganische Verbindungen, die Schwermetalle enthalten kommen dabei in den Emissionen von Laserdruckern mit Toner nur in vernachlässigbaren Konzentrationen vor. Das Frauenhofer Institut hat festgestellt, dass beim Drucken mit Laserdruckern gleich viele ultrafeine Partikel entstehen wie beim Kochen und Backen.
Experten sind sich uneinig
Aufgrund des bisherigen uneinheitlichen Messmethoden, ist es immer zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. In der vom Frauenhofer WKI Institut durchgeführten Studie wurde erstmals ein neues Verfahren zur Messung von ultrafeinen Partikeln, die beim Drucken mit Laserdruckern entstehen, entwickelt. Zukünftig wird es möglich sein zuverlässig den Ausstoß von diesen ultrafeinen Partikeln zu erfassen.
Mit diesem neuen Verfahren kann in der nächsten Zeit festgestellt werden, wie schädlich die Emissionen von Tonern tatsächlich sind. Grundsätzlich sollte aber beim Wechseln der Toner immer ein Mundschutz getragen werden, falls die Kartusche beschädigt werden sollte.